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Willkommen in der 'Casa Adelaida' in Santiago de Cuba

Casa Adelaida Santiago de CubaDie Privatunterkunft Casa Adelaida befindet sich im ruhigen Stadtviertel Sueño östlich der Moncada-Kaserne in Santiago de Cuba. In unmittelbarer Nähe des Hotels Melia Santiago de Cuba ist es idealer Ausgangspunkt für den Besuch aller Sehenswürdigkeiten der Umgebung wie des Parque Nacional de Baconao mit Gran Piedra und Cafetal la Isabelica, der Festung 'El Morro' und der Basilika 'El Cobre'.
Casa Adelaida Santiago de CubaDas historische Zentrum von Santiago de Cuba mit seinen romantischen Plätzen (Parque Cespedes, Plaza de Dolores, Plaza de Marte), den beeindruckenden Museen (Museo "El Carneval", Museo de Ambiente Historico, Museo del Ron, Museo del Emilio Bacardi) und traditionellen Musiklokalen (Casa de las Tradiciones, Casa de la Trova, Casa de la Musica, Casa Artex) erreicht man zu Fuss in zwanzig Minuten.
Casa Adelaida Santiago de Cuba (2004)Das Gästehaus stand schon zwischen 1998 und 2006 den Besuchern Ostkubas zur Verfügung und wurde zur dieser Zeit sogar im Lonely Planet empfohlen.Casa Adelaida Santiago de Cuba Nach dem Wegzug von Adelaida in die Schweiz war eine weitere Vermietung der Zimmer nicht mehr möglich. Nun konnte aber in den Jahren 2013 und 2014 für den privaten Bereich ein zweites Stockwerk errichtet werden, Casa Adelaida  Santiago de Cuba Corredorso dass im Erdgeschoss den Gästen wieder drei renovierte, moderne Doppelzimmer mit Bad und einen direktem separaten Eingang vom Freien angeboten werden können.

Casa Adelaida Santiago de CubaErfahren Sie hier mehr über das Casa Particular Adelaida , die einzelnen Zimmer und die Dienstleistungen.
Casa Adelaida Santiago de CubaIn Santiago de Cuba werden Sie von Lisandra betreut. Sie spricht neben spanisch auch etwas englisch. Frühere Besucher erinnern sich sicher noch gerne an Caridad: die treue Seele ist immer noch für den Haushalt zuständig! Casa Adelaida bietet den Gästen auch Exkursionen an und vermittelt Sprach-, Tanz- und Perkussionskurse.
Hier können Sie Ihre Buchungsanfrage stellen.



Santiago de Cuba

In diesem Teil stelle ich - Hugo Schlachter - Ihnen die Stadt Santiago de Cuba in vielen Bildern vor. Ich beginne mit den Alben der Fotos vom letzten Besuch der Stadt im Sommer 2014. Dies deshalb, weil Besucher Cubas sich sicher dafür interessieren. ob der Playa de Siboney sich von Sandy schon erholt hat (noch nicht ganz) oder ob die südliche Küste nach Marea de Portillo noch befahrbar ist (mit 4x4, offroad erprobter Fahrer). Diesmal hatte ich nicht genug Zeit, auch Gran Piedra und die Cafetal Isabelica zu besuchen. Ich zeige Ihnen aber Bilder vom September 2013. Beim Farngarten (El Jardín de los Helechos) stand ich vor einem geschlossenen Tor, auch hier gibt es ältere Bilder zu sehen. Apropos ältere Bilder: von meiner ersten Kubareise 2003 stehen immer noch Fotos auf meiner verwaisten Seite schugo.ch, die immer noch schön anzusehen sind.
Immer, wenn ich Zeit finden werde, weitere Fotos zu ordnen und zu bearbeiten, werde ich weitere Alben an diese Stelle von casaadelaida.ch stellen. Später werden die Diashows auf einer eigenen Seite ihren Platz finden.

Noch eine Bemerkung zu den Alben: Ich benutze jAlbum, meist mit der Turtle Skin. Dies gibt sehr gute Resultate auf dem PC, präsentiert sich aber auf meinem Tablet (Samsung Tab3) recht gewönungsbedürftig. Die Fotos werde übergross dargestellt und die Navigation ist holprig. Für den richtigen Genuss der Fotos empfehle ich auf den PC/Laptop zu wechseln.

An alle nicht deutschsprachigen Besucher dieser Seite:
Die vielen Fotos werden von mehr oder weniger viel Text begleitet. Natürlich kommt mit jedem neuen Album auch wieder ein weiterer Bericht dazu. Daher ist es fast ein Ding der Unmöglichkeit die Reiseberichte auch in anderen Sprachen als Deutsch zu pflegen. Geniessen Sie einfach die Bilder und freuen sich dabei auf ihren nächsten Besuch von Santiago der Cuba.




Kubareise Juli 2014

  • 2.-4. Juli 2014: La Habana
  • 5.-6. Juli 2014: Las Terrazas, Viñales und Cafetal Angerona
  • 7. Juli 2014: La Habana
  • 8.-9. Juli 2014: Playa Larga und Playa Giron
  • 10.-11. Juli 2014: Caibarién, Cayo Las Brujas und Cayo Santa María
  • 12. Juli 2014: Circuito Norte (Cayo Las Brujas - Morón - Esmeralda - Puerto Padre - Gibara)
  • 13. Juli 2014: Gibara und Holguin
  • 14. Juli 2014: Ein Highlight: die Südküste zwischen Santiago de Cuba und Marea de Portillo (Costa Sur Sierra Maestra).
  • 16. Juli 2014: Das Reparto 30 de Noviembre mit dem Aussichtspunkt El Mirador, dem Loma de San Juan und dem Zoologischen Garten.
  • 17. Juli 2014: Der Paseo La Alameda, das Reparto Tivoli und das Casco Histórico.
  • Auch noch am 17. Juli 2014: Besuch von Ángels Grab auf dem Friedhof Santa Ifigenia. In diesem Album zeige ich Aufnahmen von Juli 2014 und vom Januar 2007 fast wahllos durcheinander.
  • 18. Juli 2014: Der Parque de Baconao mit der Granjita Siboney, der Playa de Siboney, dem Valle de la Prehistoria und der Laguna de Baconao.
    Exkurs: am 28. September 2013 besuchten wir den Parque Nacional Gran Piedra mit dem Monolithen Gran Piedra und der Kaffeeplantage La Isabélica.
  • 19. Juli 2014: Noch einmal das Casco Histórico rund um die Plätze Parque Céspedes, Plaza de Dolores und Plaza de Marte.
  • 20. Juli 2014: Eindrücke aus dem Farngarten in El Caney (Jardín de los Helechos de Santiago de Cuba). Die meisten Aufnahmen stammen vom 3. September 2003 und 4. Januar 2007)


Sehenswürdigkeiten in und um Santiago de Cuba

Auf meinen zahlreichen Kubareisen hat es sich natürlich ergeben, dass ich die grossen Sehenswürdigkeiten von Santiago de Cuba und seiner Umgebung mehrmals besucht habe. Dazu gehören neben der historischen Altstadt auch die Wahlfahrtskirche mit der Barmherzige Jungfrau von Cobre (Virgen de la Caridad del Cobre), die Festung Castillo de San Pedro de la Roca, die Bahía de Santiago de Cuba mit der Cayo Granma, der Friedhof Cementerio Santa Ifigenia und der Parque Nacional Gran Piedra. In diesem Abschnitt stelle ich deshalb themenbezogene Fotosammlungen zusammen, die Fotos aus verschiedenen Jahren beinhalten.
  • Die Festung Castillo del Morro (Castillo de San Pedro de la Roca) besuchte ich im Juli 2003, Oktober 2005, Januar 2007, April 2008 und Juli 2009


14. Juli 2014: Südküste zwischen Santiago de Cuba und Marea de Portillo

Im Oktober 2005 hatte ich mir schon einmal den Wunsch erfüllt die sagenhaft schöne Strecke der Südküste von Santiago de Cuba nach Marea de Portillo zu befahren. Vor jeder meiner weiteren Kubareisen habe ich mich jeweils erkundigt, wie der aktuelle Zustand der Strasse war. Da ich meist widersprüchliche Berichte las, habe ich jeweils darauf verzichtet es noch einmal zu versuchen. Im Frühjahr 2014 las ich nun einen ausführlichen Blog eines Radfahrers, der die Südküste in zwei Tagen absolvierte. Seine Streckenbeschreibung stimmte mich zuversichtlich. So beschlossen Adelaida und ich im Sommer 2014 die Route in Begleitung von Ivette und Karel (den Gastgebern in der Casa Adelaida in Santiago de Cuba) mit einem Pkw in Angriff zu nehmen.
Panorama in der Nähe der Mündung des Rio La Bruja
Entgegen den Aussagen in verschiedenen Reiseführern hat Sandy westlich von Santiago de Cuba nur auf den ersten 10 km Schäden hinterlassen. Den ersten Abschnitt von Santiago de Cuba bis Playa El Frances fanden wir frisch asphaltiert vor. Der restliche Teil war im gleich schlechten Zustand wie vor neun Jahren. An diversen Stellen muss wegen eingestürzten Brücken der Umweg über das Bachbett gemacht werden, an anderen Steine aus dem Weg geräumt werden. Wir schafften es ohne nennenswerte Probleme, ich möchte aber anmerken, dass ich einige Erfahrung beim Fahren auf Schotter- und Wüstenpisten mitbringe. Bei Schwierigkeiten wären wir wieder nach Santiago zurückgekehrt.
Panorama vom Hotel Los Galeones (Chivirico)
Santiago de Cuba ist nicht mit den Badestränden gesegnet, die die Cayos im Norden der Insel anbieten können. Zwischen Santiago de Cuba und der Playa El Frances gibt es aber viele kleine Strände, für die sich für ein Halbtagesausflug lohnt. Die meisten dieser Strände werden hauptsächlich von Einheimischen besucht. Sie sind eher steinig als sandig, aber immer sehr idyllisch und das Wasser ist sehr sauber. Essen und Getränke nimmt man selber mit. Ich zähle sie einmal von Osten nach Westen der Carretera de Chivirico folgend auf: Playa de Mar Verde, Playa Bueycabón, Playa Nima Nima (Ausganspunkt einer Wanderung zum Wasserfall Juan González am Río Nima Nima), Playa Juan González, Playa de Caletón Blanca, Playa de Dos Rios, Playa Aserradero und Playa El Frances. Weiter würde ich für einen Badeausflug nicht fahren, denn ab hier wird die Strasse bedeutend schlechter.
Panorama von einer der schönsten Abschnitte der Südküste
Auf der weiteren Strecke legten wir noch drei Halts ein. Der erste war ein Besuch des Hotels Brisas Los Galeones bei Punta Amarillas, Chivirico. Von der Anhöhe hat man eine herrliche Aussicht auf die Buchten. Wenig später besuchten wir das Schlachtdenkmal in EL Uvero. Hier überwältigte am 28. Mai 1957 Fidel Castros Guerilla-Armee einen staatlichen von Batista-Soldaten bewachten Posten. Zum riesigen Denkmal gelangt man durch eine Doppelreihe Königsplamen. Die Schlacht soll im Revolutionskrieg entscheidend gewesen sein.
Von nun an wird die Strasse immer schlechter und die Landschaft im schöner. Die Kombination der zum Teil schroffen Abhänge der Sierra Maestra mit der starken Brandung des türkisfarbenen Meers macht für mich diese Gegend zu einer der eindrücklichsten weltweit.
Panorama vom Hotel Los Galeones (Chivirico)
Den letzten Halt machten wir dann beim Campingplatz La Mula um uns zu verpflegen. Das Angebot an Essen und Getränken war aber sehr dürftig (Süssgetränke, Schokoriegel, Manis). Eine gut gefüllte Kühltasche ist für diese Strecke ein Muss. Kurz danach passierten wir Las Cuevas. Hier beginnt der geführte Aufstieg zum Pico Turquino, wenn man die südliche Route wählt. Meist wird der Aufstieg von Norden her gemacht, also ausgehend von Santo Domingo. Dies deshalb, weil sich ein Ausflug von Santiago de Cuba in die Gegend um Santo Domingo immer lohnt und man den Aufstieg zum Pico Turquino auch bei der Comandancia la Plata (Hauptquartier der Revolutionäre um Fidel Castro in der kubanischen Revolution) abbrechen kann (ohne viel zu verpassen, sagt man).
Auf dem letzten Abschnitt wiederholten sich noch einmal die Szenerien der bisherigen Tagestour: lange schwarze Strände mit dem türkisfarbenen Meer, unpassierbare Brücken, dicht bewaldete Abhänge der Sierra Maestra, Umleitungen durchs Bachbett, enge Passagen am felsigen Ufer entlang. Nach und nach wird die Strasse immer besser und wir erreichen unser Ziel Marea del Portillo.Panorama am Strand von Marea del Portillo (Hotel Farallon)
Noch eine Bemerkung zu den Ausbauplänen dieser Küstenstrasse. Die engsten Passagen wollte man mit Tunnel 'überbrücken'. Davon sind noch einige Relikte vorhanden. Mir ist nicht ganz klar, ob sie in Betrieb waren und dann eingestürzt sind oder ob sie aus finanziellen Gründen gar nie fertig gestellt wurden. Ich habe aber auch gelesen, dass man in unmittelbarer Nähe des Nationalparks Desembarco del Granma (Unesco-Welterbe, wegen den marinen Geländestufen an der Nahtstelle der Karibischen zur Nordamerikanischen Platte) die Erschliessungen grossräumiger plant. Die Strasse soll dann nicht mehr direkt am Ufer, sondern in einiger Höhe als Panoramastrasse gebaut werden. Die Quelle dazu habe ich nicht mehr gefunden, die Idee scheint mir aber plausibel. Weiss jemand mehr darüber? Es würde mich sehr interessieren.

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16. Juli 2014: Reparto 30 de Noviembre - Loma de San Juan

Am 14. Juli 2014 gaben wir unseren Mietwagen am Flughafen Antonio Maceo ab. Auf der Rückfahrt fuhren wir am Aussichtspunkt 'El Mirador' vorbei und ich nahm mir vor diesen schönen Ort später einmal aufzusuchen. Die Anhöhe ist nur zwanzig Minuten von der Casa Adelaida entfernt und ich dachte, dass ich nach zwei Stunden wieder zu Hause bin. Aber erstens kommt es anders... Panorama vom Aussichtspunkt El Mirador
Der Weg entlang der Calle 10 erlaubt bei jeder Querstrasse einen Blick in Richtung Casco Histórico und dem Hafen. Vom Restaurant 'El Mirador' geniesst man eine der schönsten Aussichten über ganz Santiago de Cuba. Auf dem Rückweg machte ich einen Abstecher in die Strasse Alfredo Zayas, an deren Ende sich ein Blick auf den Loma de San Juan aufmacht. Ein bisschen Respekt hatte ich schon, als ich das kleine sumpfige Waldstück durchquerte, denn dieser Ort könnte ein geeigneter Lebensraum für die Mücke Aedes aegypti sein, die den Dengue-Virus überträgt.
Panorama vom Riesenrad im Vergnügungspark Loma San Juan
Auf der anderen Seite führt der Weg direkt zum Vergnügungspark 'Parque de Diversiones 26 de Julio', wo ich vom Riesenrad aus einige Fotos machte. Danach besuchte ich den Parque Histórico de San Juan, wo die US-Kavallerie unter der Führung des späteren US-Präsidenten Theodore Rooseveltim Zweiten Unabhängigkeitskrieges gegen Spanien im Juli 1898 die Spanier besiegten. Auf dem Rückweg besuchte ich noch den Zoologischen Garten von Santiago de Cuba. Dies weniger wegen der Tiere als mit der Absicht einige Erinnerungen aufzufrischen. Hier machte ich mit einem Privatlehrer meine ersten Gehversuche in der Spanischen Sprache. Entlang der Avenida de Raul Pujols (Árbol de la Paz, Unión Arabe de Cuba) gelangte ich wieder zum Parque Ferreiro, wo sich nun der Kreis meines Ausflugs schloss.

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17. Juli 2014: Paseo La Alameda - Reparto Tivoli - Casco Histórico

Am 17. Juli 2014 machte ich einen eher ungewöhnlichen Rundgang durch Santiago de Cuba. Start war nämlich der Club Nautico am frisch renovierten El Paseo La Alameda. Panorama über die Bahia de Santiago de Cuba
Die Stadt hat bis zum 500 Jahre Jubiläum der Stadtgründung im Juli 2015 hier Grosses vor. Es soll nämlich ein System von Pärken, Brunnen und Malecón entlang der Carretera Turística bis zur Bucht beim Castillo del Morro entstehen.
Ich wählte die Strasse José de Diego und gelangte über die Treppe direkt zum Mirador Tivoli, von wo man eine herrliche Aussicht auf die Bucht hat.
Panorama vom Mirador Tivoli Santiago de Cuba
Richtung Altstadt ging's weiter über den 'Loma del Intendente' mit dem Museo de la Lucha Clandestina, die berühmte 'Padre Pico'-Treppe und der Maqueta de la Ciudad - das Museum mit dem Stadtmodell litt im Juli 2014 immer noch an den Schäden vom Hurrikan Sandy - zu einem weiteren Aussichtspunkt der Stadt, dem Balcón de Velazquez.
Panorama vom Balcón de Velázquez Santiago de Cuba
Das ist auch der Ort, wo mein Streifzug durch die historische Altstadt beginnt.
An dieser Stelle möchte ich jetzt einfach die Bilder sprechen lassen. Die vielen Sehenswürdigkeiten sind in Ihrem Reiseführer ausführlich beschrieben. Konsultieren Sie diesen zum Beginn des Streifzugs auf der Terrasse des Hotels Casagrande und erfreuen sich am Ende an der Bar des Restaurants Matamoros am Plaza Dolores an Ihren gelungenen Digitalbildern!

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17. Juli 2014: Cementerio Santa Ifigenia

An diesem Nachmittag besuchten den Friedhof Santa Ifigenia, der seit 1979 als Nationalmonument geführt wird. Mittelpunkt ist das Mausoleum des Nationalhelden José Martí, vor dem halbstündlich eine Wachablösung stattfindet. Auch Freiheitskämpfer wie José Maceo und Carlos Manuel de Céspedes und der erste Präsident Kubas Tomás Estrada Palma (1902 bis 1906) haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Weitere vielbesuchte Grabstätten sind diejenigen von Emilio Bacardí Moreau (der zuerst den Kampf der Revolutionäre gegen den Diktator Fulgencio Batista unterstützte und erst nach entschädigungslosen Enteignung 1960 und seiner Flucht nach Florida zum Förderer der anti-kubanischen Politk der USA wurde) und von Compay Segundo (Máximo Francisco Repilado Múñoz), der durch die CD Buena Vista Social Club von Ry Cooder und vor allem durch den Film Buena Vista Social Club von Wim Wenders Weltruhm erlangte. Der Friedhof besticht vor allem durch sein eindrucksvolles Meer von weissem Marmor und Basalt. Panorama Cementerio Santa Ifigenia (Santiago de Cuba)
Im Januar 2007 besuchte ich den Friedhof als gewöhnlicher Tourist. Heute galt unser Besuch aber hauptsächlich dem Grab von Ángel Isaías González Calderìn, dem Vater von Adelaida, der vier Monate zuvor unerwartet an einem Herzversagen erlegen war. Ángel hatte sich nach der Revolution zur Verfügung gestellt, an dem von der Regierung forcierten Alphabetisierungsprogramm teilzunehmen. Als Lizentiat der Geschichte und Schulleiter hätte er sich in Santiago de Cuba seinen Alltag bequemer gestalten können, aber er entschloss sich, mit seiner Familie ins unwegsame Gebiet von La Tabla in der Sierra Maestra zu ziehen, um dort Erwachsenen und Kindern das Lesen und Schreiben beizubringen. Für diesen Verdienst wurde er nun in einem Ehrengrab der Kämpfer für die Kubanische Revolution (Panteon Sierra Maestra de los Combatientes de la Revolución Cubana) auf diesem prächtigen Friedhof beigesetzt. Ángel hat seine Erlebnisse und Gedanken später auch niedergeschrieben. Sobald ich mehr Zeit finde werde ich mir die drei Bücher einmal zu Gemüte führen.

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18. Juli 2014: Ein Tag im UNESCO Biosphärenreservat Baconao

Ganz so einfach ist das nicht mit den Begriffen UNESCO und Baconao. Zum einen wurde 1987 das 'Biosphärenreservat Baconao' von der UNESCO ausgezeichnet. Ebenfalls in diesem Gebiet liegt mit der Kaffeeplantage La Isabélica aber auch ein Teil des UNESCO-Welterbes 'Archäologische Landschaft der ersten Kaffeeplantagen im Südosten Kubas'. (Einige Bemerkungen dazu habe ich im folgenden Album 'Parque Nacional Gran Piedra' gemacht). Daneben gibt es auch noch die Kubanischen Nationalparks 'Gran Parque Nacional Sierra Maestra', 'Parque Nacional Baconao' und 'Parque Nacional Gran Piedra'. Da gibt es wohl einige Überschneidungen der Gebiete. In dieser Fotosammlung zeige ich aber Bilder aus dem Biosphärenreservat Baconao. Beim MAB (Man and the Biosphere Programme) der UNESCO geht es nicht um klassischen Naturschutz im engeren Sinn, sondern um einen interdisziplinären Ansatz, insbesondere der Mensch selbst als Bestandteil der Biosphäre steht im Vordergrund (Wikipedia). So lässt es sich auch erklären, dass auch ein Museum der Fahrzeuggeschichte, ein Aquarium oder ein 'Jurasic Park' (Valle de la Prehistoria) hier ihren berechtigten Platz gefunden haben.
Panorama an der Playa de Sigua
Noch ausserhalb des Parque Baconao passiert man auf dem Weg zur Laguna de Baconao die geschichtsträchtige Granjita Siboney. Am 26. Juli 1953 starteten hier die Revolutionäre zum Angriff auf die Moncada-Kaserne in Santiago de Cuba, der aber schlecht vorbereitet war und scheiterte. Geschichtsinteressierte kennen die darauf entstandene Bewegung 'Movimiento 26 de Julio' (Abkürzung M-26-7). Heute wird am 26. Juli der Nationalfeiertag in Kuba begangen. Das kleine Museum ist liebevoll gemacht und kommt mit wenigen, interessanten Ausstellungsstücken wie Uniformen, Zeitungsausschnitten und anderen Dokumenten aus. Besonders gelungen finde ich die Nachbildung der Unterkunft der compañeras Haydee Santamaría and Melba Hernández. Ein Besuch lohnt sich, die 5 CUC für Fotos kann man sich aber sparen. Auf der weiteren Fahrt Richtung Playa Siboney erinnern Denkmäler am Strassenrand an die beim Überfall getöteten Revolutionäre.
Panorama von der Playa de Siboney zwei Jahre nach Sandy
Die Playa Siboney ist für mich der 'kubanische' Strand schlechthin! Vergleichbar sind vielleicht noch die Playa la Boca bei Trinidad oder die beiden Strände 'Playa de El Buey Cabon' und 'Playa El Frances' westlich von Santiago de Cuba. Der Name Siboney stammt von einem mesoamerikanischen indigenen Indianervolk (Nachfolger der Guanahatabey und später durch die Taínos verdrängt), das um 1500 n. Chr. den Westen Kubas bewohnte. Im Sommer 2014 konnte ich mich daran erfreuen, dass bereits grosse Anstrengungen gemacht wurden die Schäden des Hurrikans Sandy vom 25. Oktober 2012 zu beseitigen. Am frühen Morgen jenes Tages blieb hier kein Stein auf dem andern. Bereits wurde ein Teil des Strands wieder mit herbeigeführtem Sand verfeinert und die Palmen sind angepflanzt. Es wird nicht lange dauern bis Strandbars und Verkaufsstände wieder zum gewohnten Bild von Siboney gehören werden. Vorher sollten Sie aber für Ihren Erholungstag am Strand von Siboney die Verpflegung noch von Santiago de Cuba mitbringen.
Panorama im Valle de la Prehistoria
Nächstes Ziel ist das Valle de la Prehistoria, der kubanische 'Jurasic Park'. Hier tummeln sich 277 Dinosaurier, Säbelzahntigern, Mammuts und anderen prähistorische Lebewesen als Beton-Skulpturen auf einem rund 10ha grossen Gelände. Oft wir der Skulpturenpark als Kitsch bezeichnet, man sollte aber einfach versuchen, die ganze Szenerie mit Kinderaugen zu betrachten, denn als Freizeitvergnügen für Familien ist der Park ja auch angelegt worden! Mit der gleichen Einstellung sollte man auch das Museo Nacional del Transporte Terrestre besuchen. Ich teile die Meinung eines Reisebuch-Autoren nicht, der die Ausstellung als sinnfreies Kuriosum dargestellt. Natürlich kann man solche Oldtimer auch vor dem Capitolio in Havanna beobachten, ich bezweifle aber, ob der Paseo de Martí für einen Familienausflug der richtige Ort ist. Ich nutze die Gelegenheit, meiner Sammlung von Oldtimer-Fotos ein weiteres Dutzend Aufnahmen hinzuzufügen. Weiter östlich sorgt ein renoviertes Aquarium mit dressierten Delfinen, Haien, Meerchildkröten und Seelöwen für ein weiteres Freizeitvergnügen. Panorama Laguna de Baconao

Kurz nach Mittag erreichten wir die Laguna de Baconao, in der ursprünglich auch wilde Krokodile lebten. In einem (kläglichen) Zoo kann man sich einige gefangene Exemplare ansehen. Die Gartenwirtschaft gleich bei der Bootsanlegestelle war wegen Hochwasser nicht in Betrieb, Einheimische befürchten, dass der hohe Wasserstand der Lagune nicht nur vorübergehend ist, sondern eine Auswirkung der Erderwärmung. Natürlich ist Kuba als Inselstaat besonders vom steigenden Meeresspiegel betroffen. Zwar schützen Mangroven weite Teile der kubanischen Küste vor der Erosion durch die Wellen, mit der globale Erwärmung steigt für Kuba aber auch die Gefahr starker Hurrikans. Den dichten Mangrovengürtel rund um die Lagune konnten wir bei einer Bootsfahrt bewundern. Auch ein Genuss ist der freie Blick auf die östlichsten Ausläufer der Sierra Maestra, den man vom Boot aus hat. Nach der Fahrt genossen wir das Mittagessen im Restaurant 'Laguna de Baracoa'. Von hier hat man eine herrliche Aussicht auf die Lagune.
Auf der Rückfahrt von der Lagune machten wir noch zwei Abstecher von der Carretera de Baconao. Der erste war der Besuch der Finca el Provenir mit seinem natürlichen Schwimmbad. Hier soll es das beste Essen (comida criolla, puerco asado en púa) der ganzen Gegend geben. Kurz vor Santiago besuchten wir noch die Finca von Freunden von Karel, die neben Pferden jede Menge von Kleinvieh beherbergt. Vielleicht wird die Finca später einmal zum Ausflugsziel für Gäste der Casa Adelaida. top  Santiago de Cuba  Kubareise Juli 2014

13. September 2013: Parque Nacional Gran Piedra

Es ist mir ein grosses Bedürfnis, an dieser Stelle ein Album aus dem Jahre 2013 einzuflechten, denn die Gegend um den Gran Piedra ist für mich eines der Highlights, die Santiago de Cuba zu bieten hat. Hier vier gute Gründe, wieso Sie einen Tagesausflug mit einem Mietwagen zu diesem UNESCO-Welterbe einplanen sollten:
  • Das gemässigte, feuchte Mikroklima im Parque Nacional Gran Piedra mit seiner Pflanzenvielfalt
  • Der Jardín Botánico
  • Der Monolith Gran Piedra
  • Die Cafetal La Isabélica
Auf einer Höhenlage von über 1100m und wegen den Winden aus Richtung Karibischer See findet man im Parque Nacional Gran Piedra gemässigte Temperaturen und grosse Luftfeuchtigkeit vor. Der Boden wird durch den Moosteppich stets nass gehalten. Dies ist damit der ideale Standort für die Kaffeepflanze. Hier wurden aber auch 222 Arten von Farnen und 352 Arten von Orchideen gezählt, von denen viele endemisch sind. Wer sich speziell für diese Pflanzen interessiert, aber auf seiner Kubareise weder den Parque Nacional Alejandro de Humboldt bei Baracoa noch diesen Nationalpark hier zum Ziel hat, sollte es nicht versäumen den Jardín de los Helechos in Santiago de Cuba (Carretera de El Caney No 129) zu besuchen.

Das im Parque Nacional Gran Piedra herrschende Mikroklima hat zur Folge, dass eines der Ziele des Tagesausfluges, der Monolith Gran Piedra, meist in dichtem Nebel verhüllt ist. Der Wanderweg mit seinen 452 Stufen ist dann äusserst glitschig und das Erklimmen des auf 1234m gelegenen Gipfels lohnt sich nicht. Bevor man sich aber auf den Weg nach dem anderen Highlight, der Cafetal La Isabélica, macht, sollte man sich den Botanischer Garten ansehen, den man über einen kurzen Abstecher etwa ein Kilometer vor der Villa la Gran Piedra erreicht.
Panorama vom Gipfel des Gran Piedra Der Gran Piedra ist ein riesiger Monolith in der Gebirgskette Cordillera de la Gran Piedra, dem östlichen Ausläufer der Sierra Maestra. Er hat ein Ausmass von 51m Länge, 30m Breite und 25m Höhe, sowie ein Gewicht von 63.000 Tonnen. Nach dem Mount Augustus und dem Ayers Rock ist er damit der drittgrösste Monolith der Welt. Zur Entstehung kursieren verschiedene Varianten. Eine davon geht von einem Meteoriteneinschlag aus, wahrscheinlicher ist aber, dass 'der Stein' bei der Explosion eines Unterwasser-Vulkans entstanden ist.
Diese Beschreibung und Zahlen interessieren wirklich nur, wenn die Wetterverhältnisse zu widrig sind um selber zur natürlichen Aussichtsplattform auf dem Gipfel hochzusteigen.
Panorama vom Gipfel des Gran Piedra
Der Aufstieg ist einfach und wenn man einmal in der feuchten Luft Mühe mit dem Atmen hat, kann man überall stehen bleiben und die einzigartige Pflanzenwelt und die Aussicht auf die Karibische See geniessen. Vom November bis Februar, wenn die meisten Orchideen blühen, kommt zusätzlich noch der herrliche Duft dazu. Den Felsen selber besteigt man über eine Leiter. Auf 1234m Höhe hat man eine herrliche Aussicht in alle Himmelsrichtungen. Bei unserem Besuch hatten wir das Glück, dass der Nebel sich immer wieder in einer anderen Richtung auflöste und wir vor dem Abstieg das ganze 360°-Panorama bewundert hatten. Einheimischen behaupten, dass man in klaren Nächten den Schein der Lichter von der Nachbarsinsel Hispaniola sehen könne. Wir begnügten uns damit einige Siedlungen zwischen der Playa Daiquiri und der Playa de Siboney ausfindig zu machen.



'Archäologische Landschaft der ersten Kaffeeplantagen im Südosten Kubas', so lautet der Eintrag in der Liste der UNESCO-Welterbe für die 171 bekannten Anlagen für den Kaffeeanbau in sieben zusammenfassenden Gebieten.
Panorama der Cafetal La Isabélica im Parque Nacional Gran Piedra
Neben der besterhaltensten Anlage La Isabélica hier bei La Gran Piedra umfasst das Welterbe noch die Gebiete El Cobre, Dos Palmas (Contramaestre), Yateras mit EI Jagüey, El Salvador, Niceto Pérez mit San Prudencia und Guantánamo. Die Cafetal La Isabélica ist vom Hotel Gran Piedra aus leicht erreichbar. An diesem Tag mussten wir das Auto unterwegs stehen lassen, weil die Strasse an einer Stelle nicht befahrbar war. Die Kaffeeplantage erreichten wir aber zu Fuss in 20 Minuten. Als Alternative dazu bietet sich ein Wanderweg an, der direkt unterhalb des Monolithen beginnt und in östlicher Richtung verläuft.
Panorama der Trocknungs-Terrasse (Secaderos) der Cafetal La Isabélica
Für die Beschreibung der Cafetal zitiere ich das deutschsprachige Wikipedia: Bei der Cafetal La Isabélica sind das Gutshaus mit vorgelagerter Trocknungs-Terrasse (Secaderos), das Küchen- und Werkstatt-Gebäude und die Überreste der Sklavenunterkünfte zu besichtigen. Das Obergeschoss des zwischen 1820 und 1830 errichteten Haupthauses ist ein Holzbau auf dem aus Naturstein gemauerten Sockelgeschoss. Das Obergeschoss wurde im Laufe der Zeit zerstört und ist mit z. T. traditionellen Handwerkstechniken rekonstruiert worden; dessen genaue Struktur ist aber historisch nicht belegt. Die Räume sind mit Mobiliar aus der Epoche der Plantagenzeit eingerichtet. Das Sockelgeschoss hat die Zeiten weitestgehend unzerstört überdauert. Seit 1961 dient die Anlage als Museum.
Panorama der Trocknungs-Terrasse (Secaderos) der Cafetal La Isabélica
Im Mai 2014 habe ich in der Onlineausgabe von CUBA INTENSA - Revista de Turismo en Cuba (http://cubaintensa.com) gelesen, dass die ganze Gegend rund den Gran Piedra mit den "Los Caminos del Café" neu erschlossen werden soll. Dies soll anlässlich des 500-Jahre-Jubiläums der Stadtgründung von Santiago de Cuba im Sommer 2015 realisiert werden. Bestandteil dieses Projekts ist auch die Renovation der Cafetal La Fraternidad, die etwa 12km nördlich von Gran Piedra liegt und von La Maya aus erreichbar ist.
In diesem Zusammenhang möchte ich noch die Homepage von CMKC, Radio Revolución, Santiago de Cuba (http://www.cmkc.cu) erwähnen. Der FM-Sender verschafft hier einen guten, aktuellen Überblick über das Geschehen auf Kuba und speziell in Santiago de Cuba. CMKC schreibt zum Thema 'Los Caminos del Café': Das Projekt Los Caminos del Café sorgt für Wiederbelebung und Erhaltung des kulturellen Erbes, der touristischen und kulturellen Werte der archäologischen Landschaft der Plantagen in der Provinz.

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19. Juli 2014: Casco Histórico

Am 19. Juli 2014 machte ich noch einmal einen Rundgang durch das 'Casco Histórico' von Santiago de Cuba, wobei diesmal die Strassen zwischen dem Plaza de Marte und Parque Céspedes im Mittelpunkt standen. Den besten Überblick über die Stadt hat man von der Dachterrasse des Hotels Casa Granda. Hier sieht man auch am besten die Fortschritte, die bei der Behebung der Schäden des Hurrikans Sandy im Oktober 2012 gemacht wurden. An diesem Tag fällt eigentlich nur noch der eingerüstete linke Turm der Kathedrale auf.
Panorama Parque Céspedes Santiago de Cuba
Die Terrasse besuchte ich später, denn der Startpunkt der Tour war diesmal der Plaza de Marte mit der Mahnsäule und der Statue von Camilo Cienfuegos (wikipedia: Camilo Cienfuegos war neben Ernesto „Che“ Guevara, Fidel und Raúl Castro einer der führenden Revolutionäre und Guerillaführer der „Bewegung des 26. Juli“). Der Platz soll ein Treffpunkt der Fans des Baseballclubs Santiago de Cuba (Avispas-Wespen) sein. Reserviert Euch einen Abend im Iris Jazz Club direkt am Platz: wenn man die Ohren von Reggaeton und Salsa etwas voll hat, geniesst man hier in einem guten Ambiente Jazzmusik von meist lokalen Formationen. Im Patio De Los Dos Abuelos wird am Wochenende dagegen traditionelle Musik gespielt.
Ich folge nun der Calle Francisco Vicente Aguilera Richtung Altstadt. Diese Strasse beginnt übrigens ganz in der Nähe der Casa Adelaida im Reparto 30 de Noviembre und verläuft bis zum Plaza de Marte parallel zur Avenida Victoriano Garzón, geht dann aber noch weiter am Plaza Dolores und Parque Céspedes vorbei bis zum Paseo La Alameda am Hafen. Somit ist diese längste Strasse Santiagos eine ausgezeichnete Orientierungshilfe. Beim Plaza Dolores wechselte ich zur noch bekannteren Strasse Calle Heredia.
Museo del Carnaval Santiago de Cuba
Das farbenfrohe Museo del Carnaval widmet sich Santiagos Karneval, der auf Kuba im Juli stattfindet, da der Februar wegen der Zuckerrohrernte äusserst ungünstig für Festivitäten war. Unbedingt anschauen! Gleich vor der Casa de la Trova überquert man die Calle Hartmann (San Felix), wo die ausgedienten Schienen an die vergangenen Zeiten erinnern, als noch eine Strassenbahnlinie vom Vista Alegre in die Stadt führte. Eine zweite Linie verband den Plaza de Marte mit der Avenida del Puerto (Alameda). Zu dieser Tageszeit ist es sehr ruhig rund um die Casa de la Trova und die Casa del Estudiante an der Calle Heredia. Auch die Strassen rund um den Parque Céspedes waren leergefegt. Grund dafür war eine Sperrung der Altstadt für den Verkehr am Vortag des Beginns des Karnevals.
Panorama Parque Céspedes Santiago de Cuba
Einen so leeren und ruhigen Parque Céspedes, wie er auf diesem Panorama von der Dachterrasse des Casa Granda zu sehen ist, wird man wohl selten wieder einmal antreffen. Unten im Gebäude des Hotels Casa Granda entsteht das neue Museo de Arte Decorativo; auch dies im Rahmen des 500 Jahre Jubiläums. Dieses Jahr besuchte ich das erste Mal das Innere der Kathedrale, die wegen mehreren Erdbeben mehrmals neu aufgebaut wurde. Zum Schluss meiner Tour zog ich mich noch in schattige Museo de Ambiente Histórico Cubano in der Casa de Diego Velázquez zurück. Eine grossartige Möbelsammlung zeigt die Einflüsse auf den kubanischen Stil auf. Diego Velázquez de Cuéllar (* 1465 in Cuéllar, Provinz Segovia, Spanien; † 1524 in Santiago de Cuba) gründete 1511 mit Baracoa die erste Stadt (Villa) auf Kuba. Im Jahre 1515 war Santiago de Cuba nach Baracoa die zweite Stadtgründung. Am Schluss des Albums zeige ich noch einige Aufnahmen vom Patio Casa de la Cultura, wo mir in der Ausstellung ein Bild besonders gefiel und dem Patio de la Jutía Conga, wo mir der Künstler das Bild verkaufte.

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20. Juli 2014: Jardín de los Helechos de Santiago de Cuba

Santiago de Cuba beherbergt die mit 360 Arten die grösste Farnsammlung der Antillen, den Jardín de los Helechos im Vorort El Caney. 1976 wurde der Garten als private Sammlung von Manuel G. Caluff initiiert. 1984 spendete Caluff ihn der Institution Academia de Ciencias de Cuba. Neben den grössten und kleinsten Farnarten der Welt findet man hier auch 50 endemische und 60 bedrohte Farne. Für die Gärtner stellt es eine grosse Herausforderung dar auch Baumfarne, die normalerweise im Gebirge wachsen, hier nur wenig über Meereshöhe zu kultivieren. Zahlreiche Orchideen, Bromelien, Kakteen und andere Pflanzenarten sorgen dafür, dass sich die grossartige Kollektion nicht nur in grün in grün präsentiert.
Jardín de los Helechos de Santiago de Cuba
In einem Bereich des Areals wurde auch ein vertikaler Garten aufgebaut, der von den Ruinen ehemaliger haitianischen Kaffeeplantagen inspiriert wurde. Wem die Zeit nicht reicht, den Parque Nacional Alejandro de Humboldt bei Baracoa zu besuchen, findet hier den El Yunque mit der zugehörigen Vegetation "en miniature". Bei meinem ersten Besuch 2003 fand ich den Farngarten trotz ausführlichen Wegbeschreibungen von Santiagueros mit meinem Fahrrad erst im dritten Anlauf. Auch 10 Jahre später ist er nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Deshalb füge ich hier noch die genaue Adresse und die GPS-Daten an: Jardín de los Helechos de Santiago de Cuba, Carretera del Caney No. 129; 20°2'32" N 75°46'49" W. Nutzen Sie die Gelegenheit sich von einem der Gärtner durch diese 'Oasis en Verde' führen zu lassen!

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Castillo del Morro (Castillo de San Pedro de la Roca)

Die Festung "El Morro" wurde 1637 von italienischen Architekt Juan Bautista Antonelli (1585-1649) entworfen, der Bau wurde nach gut 40 Jahren Bauzeit Anfang 18. Jahrhundert fertig gestellt. Über die Jahrhunderte weg trotzte die Anlage allen Angriffen, die grössten Schäden erlitt sie durch mehrere Erdbeben. El Morro wurde in den 1960er-Jahren von Grund auf renoviert und ab 1978 als Museum zugänglich gemacht. Seit 1979 ist die Festung ein offizielles Nationaldenkmal und 1997 wurde sie von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Dies, weil dieser komplizierte Komplex von Festungen, Pulvermagazinen, Bastionen und Geschützen als das vollständigste und besterhaltene Beispiel Spanisch-Amerikanischer Militärarchitektur gilt.
Castillo de San Pedro de la Roca Santiago de Cuba
Beim Zusammenstellen dieses Albums hatte ich immer wieder den Eindruck, dass die Bilder Sensorflecken haben, die es zu retuschieren galt. Tatsächlich handelt es sich um Rauchschwaden vom Wärmekraftwerk "Antonio Maceo", das in prominenter Lage in der Bucht von Santiago de Cuba liegt. Das Heizölkraftwerk wurde 1966 mit Sowjet-Technologie gebaut und hat eine Kapazität von 450 MW. Seit dem Jahr 2000 wurden über 80 Mio Euro in die Modernisierung und Effizienzsteigerung des Werks gesteckt. Wenn auch in Filteranlagen investiert wurde, gehören die Rauchschwaden vielleicht schon bald nicht mehr zum gewohnten Bild von Santiago de Cuba.
Castillo de San Pedro de la Roca
Was ist es nun, was die ganze Anlage für den Besucher interessant macht? Vor allem ist es natürlich die prominente Lage der Festung an den steilen Flanken eines in die Einfahrt zur Bahía de Santiago de Cuba reichenden Vorsprunges (Morro). Der Panoramablick über die ganze Bucht ist fantastisch! Sehr speziell ist auch die ganze Architektur der Festung, da sie auf insgesamt sechs Ebenen angelegt ist. Die Brücken, Gräben, Munitionslager, Gefechtsstände, Zugbrücken, Waffenplatz und Zisterne, Galerien und Festungsmauern bilden so ein verwirrendes Labyrinth und bieten natürlich jede Menge Fotosujets.
Castillo de San Pedro de la Roca Santiago de Cuba
Bei Sonnenuntergang zünden täglich als Mambí-Kämpfer verkleidete Rekruten einen Salutschuss aus einer antiken Kanone. Dabei wird die kubanische Flagge eingeholt. Diese Zeremonie vor dieser Kulisse fasziniert mich immer wieder. Die wechselnde Kunstaustellung (organisiert durch die Asociación Hermanos Saíz) im Innern des Castillos ist sehenswert, auf den Besuch des Piratenmuseums kann man aber ruhig verzichten.

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